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Aufstand des Gewissens

Die Ausstellung »Aufstand des Gewissens« entstand erstmals 1984 und wurde 1998 vollständig überarbeitet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Ereignisse des 20. Juli 1944, als eine Gruppe von Offizieren um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Henning von Tresckow versuchte, Hitler durch ein Attentat zu töten und das NS-Regime durch einen Staatsstreich zu beseitigen. Staatsstreich und Attentat verfolgten vor allem zwei Ziele: Beendigung des Krieges und "Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts". Ins Blickfeld rückt die Ausstellung auch die viel längere Vor- und Wirkungsgeschichte des militärischen Widerstandes: Bereits 1938 hatte sich eine Militäropposition um die Generale Beck und Halder formiert, um zunächst Hitlers Kriegspolitik und später die Ausweitung des Krieges zu verhindern. Hitlers außenpolitische und militärischen Erfolge ließen diese frühe Militäropposition jedoch nicht zum Zuge kommen. Erst der weitere Kriegsverlauf und die unmittelbare Konfrontation mit den Verbrechen des Regimes veranlaßten eine jüngere Generation von Offizieren um die Obersten von Tresckow und Graf Stauffenberg nunmehr konsequent Planungen für die Beseitigung Hitlers und den Sturz des Regimes aufzunehmen.Motive, Handeln und Schicksale der Männer und Frauen des 20. Juli werden im Zusammenhang mit dem Widerstand ziviler Gruppen und unter Berücksichtigung unterschiedlichster Formen des individuellen Widerstandes von Soldaten im Krieg betrachtet.

 

Beispielhaft seien der »Kreisauer Kreis« und die »Weiße Rose« genannt. Grenzbereiche militärischen Widerstandes, die in den letzten Jahren in der öffentlichen Diskussion standen, werden angesprochen. Dies betrifft die Tätigkeit des »Nationalkomitees Freies Deutschland« ebenso wie die politisch motivierte Wehrdienstverweigerung und die Fahnenflucht als Sonderformen des Widerstandes. Die Ausstellung war bereits in vielen Orten Deutschlands zu sehen, darunter in der Frankfurter Paulskirche. Eigenständige englisch- und französischsprachige Versionen wurden in den USA bzw. in Frankreich gezeigt.

Die Ausstellung umfaßt 60 Tafeln und ist in sechs Abschnitte gegliedert:

1. Die NS-Diktatur

2. Anfänge des militärischen Widerstandes

3. Militärischer Widerstand im Krieg

4. Attentat und Umsturzversuch vom 20. Juli 1944

5. Das Schicksal der Verschwörer und ihrer Angehörigen

6. Das Vermächtnis des Widerstandes

  Aufstand des Gewissens

Für weiterführende Informationen und bezüglich aktueller Ausstellungsorte wenden Sie sich bitte an Hauptmann Michael Berger, E-Mail MGFAAusstellungen@ bundeswehr.org. Bitte beachten Sie auch die entsprechenden Fotoalben in unserer Bildergalerie.

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