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Wegweiser zur Geschichte

Die Bundeswehr seit 1989/90

Ausgehend von einem strukturgeschichtlichen Ansatz stehen zunächst militärische Themen im Zentrum. Streitkräfte in einem modernen Staatswesen können darüber hinaus jedoch nicht ohne analytische Bezüge zur Gesamtgesellschaft bzw. zum internationalen System erforscht werden.

Das Projekt „Einsatzgeschichte“ deckt erstens die militärische Dimension ab. Anhand ausgewählter Beispiele werden mit Blick auf die Auslandseinsätze das Wechselspiel  zwischen Bündnis- und nationalen Interessen sowie Militärpolitik, Strategieentwicklung und Operationsführung untersucht. Hinzu kommt der personelle, organisatorische, institutionelle, kommunikative und strukturelle Wandel des Militärs ("Transformation"), der sich in einem veränderten Kriegs- und Soldatenbild widerspiegelt.

Eine zweite wesentliche Rahmenbedingung bildet die politische Dimension. Die Veränderung der Bedrohungslage nach dem Ende des Kalten Krieges brachte einen neuen Auftrag, eine neue Struktur und Spitzengliederung. Der Primat des Politischen über das Militärische erhielt einen neuen Bedeutungsgehalt. In diesem Zusammenhang werden Fragen der Strategie, die außenpolitische Neuorientierung sowie die grundsätzliche Diskussion über Einsätze „out of area“ bzw. Auslandseinsätze analysiert. Politische Entscheidungsbildung in der deutschen Medien- und Parteiendemokratie, die zivile und militärische Kooperation in den Einsatzgebieten oder auch völker- und staatsrechtliche Implikationen der Auslandseinsätze vervollständigen das Bild.

Das Projekt erschließt drittens die gesellschaftliche Dimension. Der Bundeswehrsoldat ist dem Konzept der Inneren Führung entsprechend seit jeher politischer Soldat. Als Repräsentant der „offenen“ Zivilgesellschaft steht er im Dienst des Parlaments. Untersucht werden neben der Bewährung der Inneren Führung unter Einsatzbedingungen auch Mechanismen der öffentlichen Meinungsbildung sowie die Rolle der Medien für die Wahrnehmung der Bundeswehr.

Viertens wird auch die ökonomische Dimension des Wandels fassbar gemacht. Nationale und internationale Rüstungsprojekte und –kooperationen zählen hierzu ebenso wie die Bedeutung der Bundeswehr für die Volkswirtschaft, die Zusammenarbeit in supranationalen Organisationen und Institutionen, aber auch Infrastrukturmaßnahmen oder technische Innovationen und die Rüstungsforschung des BMVg.

Der Wandel schließt fünftens eine kulturelle Dimension mit ein. Diese bezieht sich auf Tradition und Brauchtum innerhalb der Streitkräfte, aber etwa auch auf den Soldaten als „Held“ oder postmodernen „Anti-Held“ in der Literatur oder in Kunst und Medien. Militärische Subkulturen in Deutschland und im Einsatz spiegeln ein gewandeltes militärisches Selbstverständnis wider, ebenso wie neue Formen für Totengedenken, Heldenkult und Militärmusik. Motivation, Einsatzfolgen und Geschlechterformierungen sind Teil und Ausdruck der Transformation.

Ausführlichere Überlegungen zum Projekt „Einsatzgeschichte“ finden Sie zum Herunterladen auf dieser Seite. Das Konzept wird fortlaufend aktualisiert.


Einsatzarmee Bundeswehr
Konzeption
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Projektbeschreibung, veröffentlicht in: Wehrwissenschaftliche Forschung. Jahresbericht 2009, hrsg. vom Bundesministerium der Verteidigung, S. 80-81
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Bundespräsident Horst Köhler und General Wolfgang Schneiderhan. Copyright: Mediendatenbank Bundeswehr

Sicherheitskonferenz. Copyright: Mediendatenbank Bundeswehr

Marinesoldatinnen. Copyright: Mediendatenbank Bundeswehr

Spähwagen Fennek in Afghanistan. Copyright: Mediendatenbank Bundeswehr