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Bei einem Selbstmordanschlag in Andischan im östlichsten Teil Usbekistans nahe der kirgisischen Grenze riss ein Attentäter am 26. Mai 2009 einen Polizisten mit sich in den Tod und verwundete mehrere Zivilisten. Nur wenige Stunden zuvor hatten Bewaffnete im Grenzort Chanabad einen Polizeiposten angegriffen. Die einheimischen Medien machten die Terror-Organisation "Islamische Bewegung Usbekistans" (IBU) für die Übergriffe verantwortlich. Das Karimow-Regime schloss die mehr als 1000 Kilometer lange Grenze zu Kirgisistan. Beide Anschlagsorte liegen im Fergana-Tal, das sich auf die Staatsgebiete von Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan erstreckt und vom Syrdarja durchflossen wird. Diese Fläche von nur 33 000 Quadratkilometern bewohnen mehr als zehn Millionen Usbeken, Kirgisen, Tadschiken, Tataren und weitere ethnische Gruppen. In der Vergangenheit war das Fergana-Tal nicht nur ein Brennpunkt sozialer und wirtschaftlicher Probleme, sondern immer wieder auch Schauplatz von Anschlägen. In Andischan hatten usbekische Sicherheitskräfte am 13. Mai 2005 einen Aufstand niedergeschlagen und dabei Hunderte von Menschen getötet. Die Staatsführung in Taschkent geriet durch ihr brutales Vorgehen für einige Zeit in die Schlagzeilen der Weltpresse. Die Europäische Union (EU) verhängte Sanktionen, und in Deutschland erklärte die Bundestagsopposition Usbekistan zum Prüfstein der deutschen Außen- und Menschenrechtspolitik.

Geostrategische Bedeutung hatte das Land erst nach dem 11. September 2001 erhalten, als die USA und Deutschland dort Militärstützpunkte für den Einsatz im benachbarten Afghanistan einrichteten. Auf einer Fläche von 447 000 Quadratkilometern (Deutschland: 357 000) leben in Usbekistan etwa 27 Millionen Einwohner (ca. 82 Mio.) überwiegend in bescheidenen materiellen Verhältnissen, meist unterhalb der Armutsgrenze. Usbekistan verfügt über riesige Baumwoll-Anbaugebiete, erhebliche Erdgasvorkommen, ein autokratisches Regime mit schwacher Opposition sowie über eine islamistische Bewegung, über deren Stärke und Bedeutung es freilich sehr unterschiedliche Auffassungen gibt.
Der usbekische Präsident Islam Karimow stellte sich im Dezember 2007 zum dritten Mal zur Wahl, obwohl die Verfassung des Landes lediglich zwei Amtszeiten vorsieht. Rivalisierende Klans teilen sich innerhalb der usbekischen Eliten Macht und Ressourcen. Der Präsident sichert seine zentrale Stellung, indem er die Balance zwischen den Interessengruppen aufrecht erhält.


Usbekistan und die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (Christian Becker), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 96-103.
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Die Europäische Union und Zentralasien – Interessen, Instrumente, Einflussgrenzen (Andrea Schmitz), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 104-115.
PDF-Download (388 KB)

Eiserner Vorhang am Amudarja? Afghanistan und seine Nachbarn im Norden (Bernd Kuzmits), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 116-135.
PDF-Download (848 KB)

Regionale Netzwerke in Usbekistan (Magnus Pahl), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 158-165.
PDF-Download (1,000 KB)

Traditionen, Kalküle, Funktionen – Russlands Rückkehr nach Zentralasien (Anna Matwejewa), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 168-189.
PDF-Download (558 KB)

Ohne Konsequenz? Menschenrechtspolitik gegenüber Usbekistan (Imke Dierßen), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 190-205.
PDF-Download (465 KB)

Usbekische Zwickmühle – Staatsnationalismus und Auslandsusbeken (Matteo Fumagalli), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 114-123.
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Nach der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen ihren Ländern am 18. Juni 2003 reichen sich Islam Karimow (Usbekistan), Mohammed Chatami (Iran) und Hamid Karsai (Afghanistan) die Hände (von links), Foto: Picture Alliance / dpa