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Schon in der Antike war Zentralasien ein Schmelztiegel von Völkern mit reichen kulturellen und sprachlichen Traditionen. Ihre geografische Lage sicherte der Region über Jahrhunderte eine Scharnier- und Brückenfunktion zwischen West und Ost, die zu fruchtbarem Handel entlang der Seidenstraße, aber auch zu unzähligen Schlachten führte. Seit dem 7. Jahrhundert v.Chr. als Provinz Sogdiana Teil Persiens, dann kurzzeitig unter der Kontrolle Alexanders des Großen, geriet die Region nach dessen Tod unter die aufeinanderfolgenden Herrschaften von Syrern, Griechen, Skythen, Hephtaliten, Türken und Arabern. Letztere eroberten Zentralasien im 7. Jahrhundert n.Chr.


Im 12. und 14. Jahrhundert gründeten die bis heute fast mythisch verklärten Heerführer Dschingis Khan und Timur Lenk (Tamerlan) Reiche von gigantischen Ausmaßen und stifteten unter ihren Nachfolgern eine den deutschen Kaisern oder später den russischen Zaren vergleichbare Herrschaftstradition und -legitimation, die bis heute fortwirkt. Im 19. Jahrhundert prägten die Eroberung und Erschließung Zentralasiens durch das russische Zarenreich die Region. Beginnend mit der Kasachensteppe im Norden verleibten russische Truppen das gesamte Territorium östlich des Kaspischen Meeres bis an die Grenzen Persiens, Afghanistans und Chinas schrittweise dem Moskauer Imperium ein. 1867 entstanden die Generalgouvernements Turkestan und Steppe. Die Landnahme russischer Neusiedler und Versuche der Russifizierung einheimischer Muslime lösten allerdings von Anfang an Konflikte aus, die während der Revolution von 1905 und dann vor allem im Ersten Weltkrieg eskalierten.


Im 20. Jahrhundert nahm auch die deutsche Politik Zentralasien zunehmend wahr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Usbekistan zunächst als der Turkestanischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR), 1924 nach deren Auflösung als Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik (SSR) Teil der UdSSR. Usbekische Kader der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sowie der örtlichen Verwaltung und Wirtschaft bildeten eine Elite, die nach Auflösung der Sowjetunion 1991 bereit stand, das multiethnische Land unter nationalen usbekischen Vorzeichen zu gestalten.


Usbekistan in der Antike (Loretana de Libero), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 16-19.
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Die Reiche Zentralasiens bis zur Eroberung durch Russland (Martin Rink), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 20-33.
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Zentralasien im Zarenreich (Bernhard Chiari), in: Ders., Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 34-49.
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Operationen auf der Seidenstraße? Usbekistan im deutschen militärischen Kalkül während der Weltkriege (Rolf-Dieter Müller), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 50-61.
PDF-Download (429 KB)

Das Erbe der Sowjetunion - Kontinuitäten und Brüche (Uwe Halbach), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 62-81.
PDF-Download (538 KB)

Wiedergeburt per Dekret - Nationsbildung in Zentralasien (Marlène Laruelle), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 82-95.
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Usbekische Dorfbewohner werden über die Geschehnisse an der Front unterrichtet, 1944, Foto: akg-images