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Zentralasien war seit der arabischen Expansion im 7. Jahrhundert n.Chr. ein wichtiges Zentrum der islamischen Welt. Besonders im Mittelalter gaben mystische Strömungen aus der Region bedeutende Impulse. Für mehrere Jahrhunderte prägte die Tradition der Sufi-Orden ganz Zentralasien. Während zur Zeit des Russischen Reiches die muslimischen Kulturen vergleichsweise intakt blieben, bedeutete die Sowjetisierung Zentralasiens einen tiefen Einschnitt in die Entwicklung des Islams. Aber auch unter der strengen Kontrolle der Kommunistischen Partei der Sowjetunion lebte in den Gesellschaften Zentralasiens neben dem offiziellen auch ein "paralleler" Islam weiter, an den nach 1991 wieder angeknüpft werden konnte. Das religiöse Leben blühte erneut auf. Seit Mitte der 1990er-Jahre erfährt die Religion jedoch erneut eine Gängelung durch deren Regierungen. Vor allem in Usbekistan befürchten die Behörden islamistischen Terror, dem sie mit einer strengen Religionspolitik zu begegnen suchen.


In den jahrzehntelangen Amtszeiten der kommunistischen Führer vor Ort bildeten sich neben den religiösen auch gesellschaftliche, kulturelle und politische Gepflogenheiten heraus, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bis in die Gegenwart prägen. Klanstrukturen und persönliche Abhängigkeiten als Rahmen für politische Entscheidungsprozesse und Machtverteilung etwa sind Einflussgrößen, die es bereits vor und während der sowjetischen Zeit in Usbekistan gab.


Nach der Erlangung der Souveränität standen die zentralasiatischen Länder vor der Aufgabe, eine nationale Identität zu erzeugen. Im Unterschied zu den europäischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion, wo breite Volksbewegungen die nationale Eigenständigkeit erstritten hatten, ging die Nationsbildung in Zentralasien jedoch von oben aus. Die neuen Führungen schufen für die Titularnationen identitätsstiftende Symbole, lokale Helden und Traditionen, um eine jahrhundertealte Kontinuität zu konstruieren, das eigene Volk zu glorifizieren und die Herrschaft ihrer Regime zu rechtfertigen. Den Alltag der multi-ethnischen Bevölkerung Usbekistans bestimmt jedoch weniger die Geschichtsinterpretation, sondern insbesondere die angespannte sozio-ökonomische Lage, die trotz einer relativ stabilen Wirtschaftslage weite Kreise der Bevölkerung betrifft.


Blüte, Kontrolle, Instrumentalisierung - Der Islam in Zentralasien (Annette Krämer), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 136-157.
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"Nathan der Weise" in Zentralasien (Falk Bomsdorf), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 206-213.
PDF-Download (437 KB)

Taschkent - Metropole an der Seidenstraße (Mark Aretz), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 268-277.
PDF-Download (404 KB)

Die Rohstoffe Zentralasiens - Vorkommen und Versorgungspotenzial für Europa (Hilmar Rempel, Sandro Schmidt, Ulrich Schwarz-Schampera, Simone Röhling und Klaus Brinkmann), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 224-241.
PDF-Download (874 KB)

Die Aralsee-Katastrophe – Ein Nachruf auf das multilaterale Krisenmanagement (Jenniver Sehring), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 242-257.
PDF-Download (756 KB)

Regionale Wirtschaftsprojekte zwischen Wertschöpfung und Nachhaltigkeit (Inna Rudenko, Ulrike Grote, John P.A. Lamers und Christopher Martius), in: Bernhard Chiari, Magnus Pahl (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Usbekistan, Paderborn u.a. 2009, S. 258-267.
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Alte Männer bei einer traditionellen Hochzeitsfeier in Taschkent, Foto: Süddeutsche Zeitung Photo/Tele Bunk