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Schmidt: Lehrbuch für die Kavallerie zum vortheilhaften Gebrauch des Säbels, Berlin 1797

Signatur: Ge117
Dieses Ende des 18. Jahrhunderts erschienene Buch zum Gebrauch des Säbels für die Kavallerie existiert weltweit nur noch in sehr wenigen Exemplaren und ist somit ein echtes "Rarum" – ein seltenes und wertvolles Stück. Berittene Einheiten spielten in der Militärtaktik bis Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Die Vorteile beim Einsatz der Truppeneinheiten zu Pferd lagen darin, dass sie sehr mobil waren und eine hohe Durchschlagkraft besaßen. Es ging beim Einsatz von Pferden in erster Linie nicht darum, den Soldat so schnell wie möglich von einem Einsatzgebiet ins nächste zu bringen, sondern dass er auf dem Pferde sitzend und bewaffnet, stets einsatzbereit war. Erst im 19. Jahrhundert trug er eine Feuerwaffe mit sich. Bis dahin war er mit einer Hieb- oder Stichwaffe ausgerüstet. In dieser im weitesten Sinne auch zu den Exerzierreglements zählenden Anweisung erfährt der Kavallerist, wie er den Säbel während des Ritts zum Angriff oder zur Verteidigung einzusetzen hat. Auf den acht Abbildungen sind jeweils zwei Soldaten zu sehen, die mit dem Säbel fechten. Bis auf eine Darstellung sitzen diese dabei auf Pferden, die in Bewegung sind. Weder Pferd noch Reiter sind besonders gepanzert, so dass man sie zur leichten Kavallerie zählen muss.

Das Exemplar des MGFA zeigt deutliche Gebrauchsspuren auf und ist damit ein Beispiel für ein zu restaurierendes Buch aus dem Altbestand der Bibliothek. Von den etwa 8.000 Bänden, die vor 1850 gedruckt wurden, sind etwa 20 Prozent restaurierungsbedürftig. Die uns anvertrauten Buchbestände verpflichten uns, sie zu pflegen und zu erhalten. Fachgerechte Restaurierungsarbeiten sind kostenintensiv und sprengen oftmals die finanziellen Möglichkeiten. Perspektivisch wäre es daher wünschenswert, Buchpatenschaften ins Leben zu rufen. Dabei verpflichtet sich ein Spender für ein bestimmtes, ihm bekanntes Buch Geld zu spenden. Als Dankeschön erhält der Spender eine Urkunde und sein Name wird in das Buch eingeklebt. Eine Spendenquittung fürs Finanzamt wird ebenfalls ausgestellt. Sobald Buchpatenschaften für Bücher des MGFA übernommen werden können, werden Sie auf der Homepage des Amtes darüber informiert.





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