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Reichskommissariat Ostland

Tatort und Erinnerungsobjekt. Eine Publikation des Instituts für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte der Universität Flensburg und des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes. Herausgegeben durch Sebastian Lehmann gemeinsam mit Robert Bohn und Uwe Danker, Paderborn: Schöningh 2012, 373 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 8), ca. 34,90 Euro, ISBN 978-3-506-77188-9

Zum Inhalt:
Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 errichtete das Deutsche Reich auf dem Gebiet der eroberten baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Teilen Weißrusslands das Reichskommissariat Ostland unter Leitung des bisherigen Gauleiters von Schleswig-Holstein, Hinrich Lohse.

In der mehr als dreijährigen Zeit seines Bestehens von 1941 bis 1944 wurde das “Ostland“ zu einem der Haupttatorte des Holocaust. Es war zudem Schauplatz unterschiedlicher Ausformungen deutscher Besatzungspolitik und -praxis: von Ausbeutung der materiellen und menschlichen Ressourcen für die deutsche Kriegführung, von „Arisierungen“, „Umvolkungen“ und Requirierungen und nicht zuletzt auch von Kollaboration. Nach Kriegsende rückte das Reichskommissariat als Gegenstand von Erinnerung, retrospektiver Konstruktion und Narration durch Täter und Opfer, Juristen und Historiker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Der vorliegende Band präsentiert die Erträge einer internationalen Historikertagung des Instituts für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte der Universität Flensburg. Er ist zugleich der erste zuverlässige Überblick über die bislang nur unzureichend erforschte Geschichte deutscher Besatzungspolitik im Baltikum.


Inhaltsübersicht:

Vorwort

 

Sebastian Lehmann
Reichskommissariat Ostland – Tatort und Erinnerungsobjekt.
Einleitung

 * * *

 Wolfgang Benz
Im Schatten von Auschwitz? Der Holocaust im Baltikum

 

Ernst Piper
Zwischen Unterwerfung und Vernichtung. Die Politik des
Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete

 

Andrej Angrick
Der Stellenwert von Terror und Mord im Konzept
der deutschen Besatzungspolitik im Baltikum

 

Martin Dean
Ghettos im Generalkommissariat Weißruthenien

 

Tilman Plath
Die lettische Region Latgale unter deutscher
Besatzung 1941 bis 1944. Reaktionen der Bevölkerung

 

Matthew Kott
Rekrutierung der Waffen-SS im Reichskommissariat Ostland:
Der Versuch einer schwer fassbaren Synthese

 

Armin Nolzen
Die Landesleitung Ostland der NSDAP:
Strukturen, Funktionen, Praktiken

 

Malte Gasche
Die Instrumentalisierung der Prähistorie im
Reichskommissariat Ostland 1941 bis 1944

 

Anastasia Antipova
Nationalsozialistische Sprachpolitik in Weißruthenien

 

Sven Jüngerkes
Eine Ohrfeige für den General. Zur Rolle von Konflikten
innerhalb der deutschen Besatzungsverwaltung im
Reichskommissariat Ostland 1941 bis 1944

 

Uwe Danker
Geschichten und Geschichtskonstruktionen für Gerichte und
Öffentlichkeit: Täternarrationen am Beispiel des Hinrich Lohse

 

Mats Deland
Ausgebliebene Bestrafung: Schwedens Untätigkeit gegenüber
den baltischen Kriegsverbrechern

 

Robert Bohn
Kollaboration und Genozid im Reichskommissariat Ostland.
Die strafrechtliche Aufarbeitung in der Bundesrepublik Deutschland
am Beispiel des Arajs-Verfahrens

 

Jörg Hackmann
Das Reichskommissariat Ostland
im Blick der deutschen Historiografie

 

Klaus Bästlein
Zur Historiografie des Völkermords an den europäischen Juden
am Beispiel des Reichskommissariats Ostland

 

Joachim Tauber
Vergangenheitsbewältigung in Litauen. Politik, Gesellschaft
und der Holocaust nach 1945

 

Olaf Mertelsmann
Das »kleinere Übel«? Das Generalkommissariat Estland
im estnischen Vergangenheitsdiskurs

 * * *

Personenregister

Autoren

 

Die Herausgeber:

Dr. Sebastian Lehmann, geb. 1971, Prof. Dr. Robert Bohn, geb. 1952, und Prof. Dr. Uwe Danker, geb. 1956, sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG) der Universität Flensburg.



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