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Imperialkriege von 1500 bis heute

Strukturen – Akteure – Lernprozesse. Hrsg. von Tanja Bührer, Christian Stachelbeck und Dierk Walter im Auftr. des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V., des Deutschen Historischen Instituts London und des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Paderborn: Schöningh 2011, X, 524 S., 64 Euro, ISBN 978-3-506-77337-1

Zum Inhalt:

Seit über 500 Jahren führen Staaten der westlichen Welt Kriege, die der Eroberung von peripheren Gebieten dienen. Der dafür geläufige Begriff „Kolonialkriege“ verengt mit seiner Fixierung auf die Epoche formeller Kolonialherrschaft den Blick und ignoriert die Kontinuitäten sowie die verblüffende strukturelle Konsistenz solcher Konflikte über die Jahrhunderte hinweg. Der vorliegende Band operiert stattdessen mit dem neuen Begriff „Imperialkriege“. Er erweitert damit deutlich den Blick, räumlich, zeitlich und inhaltlich: Er umfasst die Gesamtgeschichte der europäischen Expansion seit 1500, erlaubt aber auch die Einbeziehung außereuropäischer Mächte in die vergleichende Untersuchung einer Konfliktform, die nicht nur die in der Moderne häufigste gewesen ist, sondern auch die heutige Welt entscheidend geprägt hat. Dass sie es immer noch tut, zeigt die Gegenwart.

Die Herausgeber:

Tanja Bührer, Dr., Forschungsstipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds,
Visiting Scholar an der School of Oriental and African Studies, University of London, und Visiting Fellow am German Historical Institute London
Christian Stachelbeck, Dr. phil., M.A., Oberstleutnant, Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Historiker-Stabsoffizier, Militärgeschichtliches Forschungsamt, Forschungsbereich II »Zeitalter der Weltkriege«, Potsdam
Dierk Walter, PD Dr. phil., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich »Theorie und Geschichte der Gewalt« des Hamburger Instituts für Sozialforschung und Privatdozent am Historischen Institut der Universität Bern

Inhaltsübersicht

Dierk Walter: Imperialkriege: Begriff, Erkenntnisinteresse, Aktualität (Einleitung)

 

 

Erster Teil: Abgrenzungen

  • Dierk Walter: Einführung
  • Cord Eberspächer: Chinas imperiale Kriege: Die militärische Expansion Chinas während der Qing-Dynastie 1644‑1911
  • Kerstin S. Jobst: Die transkontinentale Expansion des Zarenreichs
  • Horst Pietschmann: Frühneuzeitliche Imperialkriege Spaniens: Ein Beitrag zur Abgrenzung komplexer Kriegsformen in Raum und Zeit
  • Dierk Walter: Der nordamerikanische Imperialkrieg 1775‑1783: Anmerkungen zum Charakter des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges
  • Michael Broers: Die napoleonische Gendarmerie: Eine protokoloniale paramilitärische Polizeitruppe
  • Heiko Brendel: Die österreichisch-ungarische Besatzung Montenegros im Ersten Weltkrieg als habsburgischer Imperialkrieg

 

Zweiter Teil: Charakter der Kriegführung

  • Tanja Bührer: Einführung
  • Gerhard Wiechmann: Der Feldzug im Sertão 1896/97: Die »Brasilianische Vendée« als Variante des Imperialkriegs
  • Matthias Häußler: Zur Asymmetrie tribaler und staatlicher Kriegführung in Imperialkriegen: Die Logik der Kriegführung der Herero in vor- und frühkolonialer Zeit
  • Tanja Bührer: Kriegführung in Deutsch-Ostafrika (1889‑1914)
  • Andreas Rose: »Unsichtbare Feinde«: Großbritanniens Feldzug gegen die Buren (1899‑1902)
  • Andreas Stucki: Bevölkerungskontrolle in asymmetrischen Konflikten: Zwangsumsiedlung und spanische Antiguerilla auf Kuba, 1868‑1898
  • Moritz Feichtinger: Ein Aspekt revolutionärer Kriegführung: Die französische Umsiedlungspolitik in Algerien 1954‑1962
  • Bernd Lemke: Kolonialgeschichte als Vorläufer für modernes »Nation-Building«? Britische Pazifikationsversuche in Kurdistan und der North-West Frontier Province 1918‑1947

 

Dritter Teil: Träger der Kriegführung

  • Tanja Bührer und Dierk Walter: Einführung
  • Marian Füssel: Händler, Söldner und Sepoys: Transkulturelle Kampfverbände auf den südasiatischen Schauplätzen des Siebenjährigen Krieges
  • Stephan Maninger: »Rangers«: Ein Konzept der Aufstandsbekämpfung in Nordamerika von 1676 bis 1850
  • Chen Tzoref-Ashkenazi: Deutsche Hilfstruppen in Imperialkriegen 1776‑1808
  • Christian Koller: Die französische Fremdenlegion als transkultureller Erfahrungsraum
  • Heiko Herold: Das Fliegende Kreuzergeschwader der Kaiserlichen Marine als Instrument der deutschen Kolonialpolitik 1886‑1893
  • Eckard Michels : Das »Ostasiatische Expeditionskorps« des : Deutschen Reiches in China 1900/01

 

Vierter Teil: Lernen aus Imperialkriegen

  • Christian Stachelbeck: Einführung
  • Martin Rink: Kleiner Krieg – Guerilla – Razzia: Die Kriege des französischen »Imperiums« 1808 bis 1848
  • Harald Potempa: Der Raum und seine tatsächliche Beherrschung als zentrales Problem von Imperialkriegen: Die Perzeption des Kleinen Krieges durch deutsche Streitkräfte im Zeitraum 1884 bis 1914 im Spiegel des »Militär-Wochenblattes«
  • Peter Lieb: Guerre Révolutionnaire: Die französische Theorie zur Aufstandsbekämpfung in Algerien 1954‑1962
  • Fabian Klose: »Antisubversiver Krieg«: Militärstrategische Transferprozesse im Zeichen der Dekolonisierungskriege
  • Erik Fischer: Von Suppen, Messern und dem Löffel: Die US-Streitkräfte als »lernende Institution« und das Problem der Counterinsurgency

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