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Jochen Maurer, Dienst an der Mauer

Der Alltag der Grenztruppen rund um Berlin, Berlin: Links 2011, 272 S. (= Geschichte von Mauer und Flucht), 29,90 Euro, ISBN 978-3-86153-625-3

Die Berliner Mauer und ihre Bewacher, die Grenztruppen der DDR, bildeten eine eigene, abgeschottete Lebenswelt. Diejenigen, die den Freiheitsdrang der DDR-Bürger unterbinden sollten, wurden bewusst ausgewählt und waren dennoch unter ständiger Kontrolle.
Die Betrachtung eines konkreten Grenzregiments (GR 33 in Berlin-Treptow) erlaubt einen Einblick in den Alltag des Grenzdienstes, in eine Realität zwischen Macht und Ohnmacht, Zwang und politischer Überzeugung, Freiheitsdrang und Tod. Es geht dabei um die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit ebenso wie um die Motive der Grenzsoldaten und -offiziere für ihren Dienst. Behandelt wird auch das besondere Ausbildungsprogramm der Grenztruppen, die gezielt auf die Eroberung West-Berlins vorbereitet wurden. Hierbei konnte ein spezielles Häuserkampfobjekt auf einem Truppenübungsplatz der NVA außerhalb Berlins genutzt werden. Durch die Bewaffnung mit Granatwerfern und Artillerie entwickelten sich Grenztruppen insgeheim zu einer vierten Waffengattung neben den Land-, Luft- und Seestreitkräften, was in dieser Ausführlichkeit erstmals dargestellt wird.

Zum Autor:
Jahrgang 1978, 1998 Eintritt in die Bundeswehr, Wehrpflichtiger, Zeitsoldat, Offizieranwärter, danach Laufbahnausbildung, bis 2004 Studium der Geschichte und Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg, danach bis 2007 Einsatz als Zugführer und Ausbildungsoffizier in Cochem, 2007/08 stellvertretender Leiter Lagezentrum im Landeskommando Brandenburg in Potsdam, seit 2008 Studentenfachbereichsgruppenleiter an der Universität der Bundeswehr in Hamburg.

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