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Einführung und Inhalte GSSD/WGT

Standortverzeichnisse über die sowjetischen (russischen) Streitkräfte in der DDR wurden erst nach 1989/90 schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich. Bis heute bieten die wenigen Publikationen oder Internetseiten zu dieser Thematik nur einen relativ groben Überblick. Detailliertere Angaben finden sich mitunter in einigen Spezial- und Regionalstudien. Mit der vorliegenden Datei können nunmehr erstmals die meisten Standorte der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte (GSSD) bzw. der Westgruppe der Truppen (WGT) in kompakter Form abgerufen werden. Damit existiert ein weiteres wichtiges Hilfsmittel zur Information über ehemalige Militärstandorte in der DDR. Die Auswahl des Zeitrahmens 1989/90 erfolgte dabei vor allem mit dem Blick auf die gegenwärtige Quellenlage. Da eine genaue Stichtagsregelung nicht möglich war, konnten weder „kleinere“ Umdislozierungen von Einheiten und Dienststellen innerhalb des angegebenen Zeitraumes noch jede einzelne sowjetische (russische) Militäreinheit erfasst werden. Langfristiges Ziel des Projekts ist es jedoch auch hier, Entwicklungen in einzelnen Standorten über einen Zeitraum von knapp fünfzig Jahren darzustellen, d.h. für die Zeit der "Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland" (GSBT) von 1945 bis 1954, der "Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland" (GSSD) von 1954 bis 1989 und der "Westgruppe der Truppen" von 1989 bis zum endgültigen Abzug des russischen Militärs aus Deutschland im Jahre 1994. Damit soll es möglich werden, sowohl die Veränderungen in der militärischen Struktur als auch die Entwicklung von Einheiten in einem Standort nachzuvollziehen. Die folgenden Daten widerspiegeln einige wichtige historische Zäsuren aus der Geschichte der sowjetischen (russischen) Streitkräfte in der SBZ/DDR.

Daten zur Geschichte

10. Juni 1945

Bildung der "Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland" (GSBT). Sie setzte sich anfangs vor allem aus Großverbänden der 1. und 2. Belorussischen Front sowie der 16. Luftarmee der Roten Armee zusammen
 

1946

Einrichtung des Oberkommandos der GSBT in Wünsdorf (vorher Potsdam)
 

17. Juni 1953

Einsatz sowjetischer Truppen gegen die Bevölkerung der DDR
 

26. März 1954

Umbenennung der bisherigen GSBT in "Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland" (GSSD)
 

12. März 1957

Abkommen zwischen den Regierungen der DDR und der UdSSR über die zeitweilige Stationierung sowjetischer Streitkräfte auf dem Territorium der DDR
 

17.-23. August 1957

Erste gemeinsame Übung von Führungsorganen und Truppen der NVA und der GSSD
 

29. Juni 1989

Umbennung der GSSD in "Westgruppen der Truppen" (WGT)
 

12. September 1990

Unterzeichnung des Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland (Zwei-Plus-Vier-Vertrag) in Moskau
 

3. Okober 1990

Wiedervereinigung Deutschlands
 

12. Oktober 1990

Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der UdSSR "über die Bedingungen des befristeten Aufenthalts und die Modalitäten des planmäßigen Abzugs" der sowjetischen Truppen aus Deutschland
 

31. Dezember 1991

Auflösung der Sowjetunion
 

4. März 1992

Erklärung von Präsident Boris Jelzin über die Unterstellung der WGT unter die Russische Föderation
 

31. August 1994

Abzug der letzten russischen Soldaten aus Deutschland
 

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