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Wiss. Oberrat
Dr. Martin Rink

PhilipMartinRink@bundeswehr.org

Tabellarischer Lebenslauf

seit 2013
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Einsatzunterstützung" am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

seit 2010
Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München

seit 2009
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MGFA

seit 2005
Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam

2001-2009
Online-Redakteur bei wundertier. Agentur für Medien und Kunst

1997-2009
projektbezogene Tätigkeit am MGFA

1996–1998
Promotionsstudium in Berlin und Potsdam

1995
Auslandseinsatz UNPROFOR

1989–1993
Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München

1985–1996
Soldat auf Zeit in der Bundeswehr (Fallschirmjägertruppe), zuletzt Kompaniechef in Merzig/Saar


geboren 1966 in Kaufbeuren (Allgäu)

 

Kurzbeschreibung aktueller Projekte

Buchprojekt: "Einsatz ohne Krieg? Militär, Gesellschaft und Semantiken zur Geschichte der Bundeswehr nach 1990“
Als Karl Theodor zu Guttenberg am 3. November 2009, sechs Tage nach seinem Amtsantritt als Bundesverteidigungsminister, der Bild-Zeitung ein Interview gab, brach er ein Tabu: Angesichts der Sicherheitslage in Teilen Afghanistans sprach er von äfraglos kriegsähnlichen Zuständen“ – ein Thema, das um die Jahreswende 2009/10 in Politik und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurde.
Zweifellos kann die komplexe Geschichte der Bundeswehr nicht auf die Formel "Krieg“ reduziert werden. Nicht nur staats- und verfassungsrechtlich ist dieser Begriff problematisch. Gleichwohl können "kriegsähnliche Zustände“ und die damit verbundenen Aspekte von Gefecht, von Töten, Verwundung, Tod und den psychischen Folgen nicht ausgeblendet werden; genauso wenig wie die Herausforderungen im Heimkehrprozess von Soldatinnen und -soldaten in ihre Stammtruppenteile und Familien.
Die Auslandseinsätze haben sowohl die Streitkräfte als auch die Gesellschaft ebenso wie den politischen Diskurs darüber verändert. Schon in den 1990er Jahren begleitete die umstrittene Frage nach dem Krieg die Bundeswehr auf dem Weg von der ‚Armee der Einheit‘ zur ‚Armee im Einsatz‘.
Der Sammelband präsentiert die Ergebnisse der 58. Internationalen Tagung für Militärgeschichte zurück, die vom 21. bis 23. Juni 2017 in Potsdam ausgerichtet wurde. Damit soll ein Beitrag zur historischen Verortung der äneuen“ Bundeswehr geleistet werden. In diesem Rahmen sind Forschungen aus den Geschichts-, Politik-, Medien- und Sozialwissenschaften miteinander zu verbinden. Im Vordergrund steht die Frage nach den Absichten, der Durchführung, den Wirkungen, der Rezeption und namentlich der Bedeutung der Auslandseinsätze der Bundeswehr für Staat und Gesellschaft der Bundesrepublik nach 1990 unter dem Stichwort ‚Paradoxien und Dilemmata der Bundeswehr im Einsatz‘.

Projekt: äZur Organisationsgeschichte der Bundeswehr. Strukturen der Landstreitkräfte für eine Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen seit 1990“

Der Fall der Berliner Mauer von 1989 leitete eine Zeitenwende ein, die insbesondere für die deutschen Streitkräfte eine Ära des Wandels bedeutete. In diesem Zuge erfolgten deutliche Verlagerungen zwischen den Organisationsbereichen: Neben Heer, Luftwaffe und Marine sind nunmehr der Sanitätsdienst, die Streitkräftebasis sowie der Cyber- und Informationsraum zu gleichberechtigten Organisationsbereichen herangewachsen. Allein in den zwei Dekaden zwischen 1990 und 2011 nahm das Deutsche Heer sechs Heeresstrukturen ein.
Gleichzeitig haben die Anforderungen des Auslandseinsatzes zu Anpassungen der Organisationsstrukturen geführt: die einst strukturbestimmende Allgemeine Wehrpflicht ist im Jahr 2010 "ausgesetzt“, also faktisch weggefallen.
Anhand der formalen Aufbauorganisation der militärischen Strukturen der Bundeswehr seit 1990 soll der Wandel der deutschen Streitkräfte zur "Armee der Einheit“ und zur "Armee im Einsatz“ betrachtet werden. Dabei haben sich traditionelle Vorstellungen militärischer Organisation teils erheblich verändert, sodass zunächst eine Klärung der komplexen Begrifflichkeit der militärischen Organisation zu leisten ist.
Dabei sollen die semantischen Felder militärischer Innovation wie "Transformation“ und "Neuausrichtung“ im Licht der quellenmäßig greifbaren formalen Organisationsentwicklungen untersucht werden. Kern der Betrachtung ist die organisatorische Entwicklung der Landstreitkräfte der Bundeswehr. Schlaglichtartig sollen dabei auch ausgewählte Vergleichsfolien zu den Entwicklungen in Bündnisarmeen herangezogen werden. Anhand einer Darstellung der Aufbauorganisation sollen im Ausblick Folgerungen für die Entwicklungen der Ablauforganisation (äFührung“) sowie der "Organisationskultur“ gezogen werden.
Unter Heranziehung sozial- wirtschafts- organisations- und kulturwissenschaftlicher Theorieaspekte soll die Arbeit einen Beitrag zu einer "modernen Organisationsgeschichte“ leisten. Im Kern stützt sich die Arbeit auf die Analyse verfügbarer Archivalien, wobei Interviews von Zeitzeugen zur Ergänzung ebenfalls heranzuziehen sind.

Forschungsinteressen

Geschichte asymmetrischer Konflikte, Geschichte der europäischen Expansion in der Frühen Neuzeit, Bundeswehr-Geschichte

  Martin Rink

Ausgewählte Veröffentlichungen

Gewaltunternehmer im 17. Jahrhundert. Nordafrikanische Korsaren zwischen (Klein)Krieg, (Raub)Handel und Piraterie. In: Zwischen Opfern und Tätern. Gewaltbeziehungen und Gewaltgemeinschaften, hrsg. von Philipp Batelka, Michael Weise und Stephanie Zehnle, Göttingen 2017, S. 149-182

La guerre de libération et la petite guerre, 1807-1813. Entre regularisation tactico-organisatoire et la guerre à outrance au sein des cabinets. In: Revue historique des Armées, Armées, No 286 1(2017), S. 83-100 mehr...

"An der Spitze des Fortschritts"? Die preußischen Reformer und die Bundeswehr. In: Die Napoleonischen Kriege als Erinnerungsort, hrsg. von Caroline Klausing und Verena von Wiczlinski, 2017, S. 121-170 mehr...

Die Völkerschlacht bei Leipzig. Bedingungen, Verläufe, Folgen und Bedeutungen 1813 – 1913 – 2013, hrsg. zusammen mit Martin Hofbauer, München 2017 mehr...

Die Bundeswehr. 1950/55-1989/90 (= Militärgeschichte kompakt, Bd 6), München 2015 mehr...

Wegweiser zur Geschichte. Zentrales Afrika, hrsg. gemeinsam mit Dieter H. Kollmer und Torsten Konopka, Paderborn u.a. 2015 mehr...




» Schriftenverzeichnis (PDF-Datei)