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Schutz militärischer Informationen in der Bundesrepublik Deutschland


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Dislozierung und Bezeichnungen von Dienststellen

Für die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine bestanden bis 1990 unterschiedliche Systematiken, nach denen Verbände und Dienststellen bezeichnet werden. Die Grundlegenden Verfahren sollen hier angesprochen werden, auch wenn man von diesen in der Praxis – so etwa für Kleindienststellen – immer wieder abwich.

Heer
Am Beispiel der 1. Panzerdivision in Hannover lässt sich die Systematik des Heeres ablesen. Diese Division hatte drei Brigaden mit den Nummern 1 bis 3. Als Verbände der 2. Panzergrenadierdivision folgten die Brigaden 4 bis 6 etc. Nach dieser Systematik waren die 36 Brigaden des Feldheeres den Divisionen zugeordnet. Gleiches galt für die Brigaden bzw. Heimatschutzkommandos (Brigadeäquivalent) bzw. die späteren Heimatschutzbrigaden des Territorialheeres und die übergeordnete Kommandoebene der Wehrbereiche. Als Anhalt dient die folgende Tabelle:

1. PzDiv

PzGrenBrig 1

PzBrig 2

PzGrenBrig 3

DivTruppen

 

PzGrenBtl 11
PzGrenBtl 12
PzGrenBtl 13
PzBtl 14
PzArtBtl 15

Brigadeeinheiten Endnnummer 10

PzBtl 21
PzGrenBtl 22
PzBtl 23
PzBtl 24
PzArtBtl 25

Brigadeeinheiten Endnummer 20

PzGrenBtl 31
PzGrenBtl 32
PzGrenBtl 33
PzBtl 34
PzArtBtl 35

Brigadeeinheiten Endnummer 20

ArtRgt 1
- FArtBtl 11
- RakArtBtl 12
- BeobArtBtl 13


FlaRgt 1
PiBtl 1
PzAufklBtl 1
FmBtl 1
SanBtl 1
HMK 1

2. PzGrenDiv

PzGrenBrig 4 etc.

PzBrig 5 etc.

PzGrenBrig 6 etc.

ArtRgt 2 etc.

Die Nummerierung bei den Truppenteilen der Brigade (von eins bis fünf) sowie der Divisionstruppen (Nummerierung in Anlehnung an die Division) wurde im Feldheer – bis auf die Luftlandetruppe/Fallschirmjäger - durchgängig verwendet. Teilaktive Brigaden mit 500er Nummern und die gekaderten mit 600er Nummern des Territorialheeres verfügen ebenso über dieses Nummerierungsschema.

Luftwaffe
Für die Luftwaffe ist folgende Systematik feststellbar:

Flugabwehr
21-26er Nummern: Flugabwehrraketenverbände mit dem Waffensystem NIKE oder Patriot
31-39er Nummern: Flugabwehrraketenverbände mit dem Waffensystem HAWK
41-43 Nummern: Flugabwehrraketenverbände mit dem Waffensystem Roland

Fliegende Verbände
31-36: Jagdbombergeschwader (TORNADO oder F-4F PHANTOM)
41, 43, 44, 49: Jagdbombergeschwader (ALPHA JET)
51, 52: Aufklärungsgeschwader (RF-4E PHANTOM II)
61-63: Lufttransportgeschwader (C-160 TRANSALL und Bell UH-1D)
71, 74: Jagdgeschwader (F-4F PHANTOM II)

Allen fliegenden Verbänden waren teilaktive Kanonenbatterien mit Flugabwehrgeschützen zugeordnet.

Fernmeldeverbände (Führungsdienste)
11,12: Fernmeldeverbindungsdienste
31-37: Flugmeldeverbände (Radarführungsdienst)
70, 71, 72: Fernmeldeelektronische Aufklärung
81: Flugsicherung

Die übrigen Truppenteile, wie z.B. die Ausbildungsregimenter zur Grundausbildung, die Luftwaffenmusikkorps, waren durchlaufend nummeriert, beginnend bei eins.

Marine
Die Schiffe sind nach Personen, Bundesländern, Raubtieren, Vögeln oder Fischen benannt oder durchnummeriert (die U-Boote) und in fortlaufend nummerierten Flottillen zusammengefasst.

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Abschlussparade des Großmanövers Schwarzer Löwe, das wegen der Krise um die Tschechoslowakei aus dem ostbayerischen Grenzraum nach Baden-Württemberg verlegt wurde, 24.9.1968. © Militärhistoisches Museum, Dresden

Raketenjagdpanzer Jaguar 2 mit Lenkwaffensystem TOW, eingeführt in den 70er Jahren zur Verstärkung der Panzerabwehr des Heeres.  © Militärhistoisches Museum, Dresden

Flugzeuge der 2. Generation. Mehrzweck-Kampfflugzeuge des US-Typs F-104 G Starfighter, hinten, und leichte Erdkampfflugzeuge des Typs Fiat G-91, vorne, im Formationsflug, 60er Jahre

Panzerabwehrhubschrauber des Typs MBB BO-105, auch als Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber seit Mitte der 70er Jahre bei der Bundeswehr im Einsatz. © Militärhistoisches Museum, Dresden

Zerstörer Hamburg, ca. Ende der 60er Jahre.  © Militärhistoisches Museum, Dresden