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Bezeichnung/Abkürzung

Neben der militärischen Bezeichnung der Führungsorgane und Truppen oder des Strukturelements wird zusätzlich die Kurzbezeichnung (siehe Abkürzungsverzeichnis) genannt, die sich in der Regel an den in der NVA und den Grenztruppen üblichen Abkürzungen orientiert.
 

Unterstellung

Das Unterstellungsverhältnis weist die Zugehörigkeit der Dienststelle zu einem übergeordneten Strukturelement aus.
 

Standort und Lage

Der Standort der Dislozierung (Stadt, Gemeinde) ist mit der damals gültigen Postleitzahl versehen. Ortsteile sind durch Bindestrich von der Gemeinde getrennt. Die Standortangabe wird zumeist durch die damalige Bezeichnung der Straße oder die nähere Lagebestimmung, wenn die Straße keinen Namen trug, ergänzt. Soweit ermittelbar, werden darüber hinaus die Hausnummern angegeben. Zur besseren geografischen Orientierung ist der Name des DDR-Bezirkes vermerkt, in dem sich der Standort der Dienststelle befand. (siehe DDR-Karte mit administrativ-territorialer Gliederung)
 

Postfachnummer

Die fünfstellige Postfachnummer hatte die Funktion, die Führungsorgane und Truppen gedeckt zu bezeichnen. Sie galt im Postverkehr neben der Ortsangabe als offizielle Adresse (Anschrift) der Dienststelle.
 

Tarnname

Da es im DDR-Militär verboten war, Bezeichnungen und Dienststellungen sowie vertrauliche und geheime Informationen offen zu übertragen, wurden auch für den Fernsprech- und Fernschreibbetrieb innerhalb der Armee spezielle, zum Teil kuriose Fernsprech- und Fernschreibnamen, sogenannte Tarnnamen, vergeben. So hatte beispielsweise das Artillerieregiment 1 „Rudolf Gyptner“ in Lehnitz den Tarnnamen „Dachbalken“ und die Disziplinareinheit 2 in Schwedt den Namen „Teekessel“. Für „offene“ Dienststellen (siehe oben) wie zum Beispiel das Militärgeschichtliche Institut der DDR in Potsdam gab es keine spezielle Tarnamen. Hier lautete der Fernschreibname nur „milgesch inst.“.
 

Traditionsname

Die Vergabe von Traditionsnamen ( „Ehrennamen“) an militärische Einheiten und Einrichtungen sowie die damit verbundene Erziehung der Armeeangehörigen am Beispiel historischer Vorbilder war spätestens seit Mitte der sechziger Jahre fester Bestandteil der Traditionspflege in der NVA und den Grenztruppen. Traditionsnamen konnten auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung an Verbände, Truppenteile, Lehreinrichtungen, Kampfschiffe und Institutionen sowie an Kasernen verliehen werden. Es handelte sich dabei um die Namen von „Führern und hervorragenden Kämpfern“ der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, von „Patrioten der deutschen Geschichte sowie von Persönlichkeiten des sozialistischen Aufbaus der DDR und ihrer bewaffneten Organe“. Zwar diente die Vergabe von Traditionsnamen in erster Linie der politisch-ideologischen Erziehung, sie hatte freilich den „Nebeneffekt“, die bisher „namenlosen“ militärischen Formationen auch besser in der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Bis Mitte der sechziger Jahre waren bereits an einzelne militärische Einrichtungen solche Namen verliehen worden, wie beispielsweise an die Militärakademie in Dresden, die seit 1959 den Namen „Friedrich Engels“ trug. Seit 1966 bestimmte dann die „Ordnung über die Verleihung von Namen an Verbände, Truppenteile, Schulen und Kasernen der Nationalen Volksarmee sowie an Schiffe und Boote der Volksmarine“ das Prozedere der Verleihung der so genannten Traditions- oder Ehrennamen in den Streitkräften. Die darin getroffenen Festlegungen wurden in den späteren Traditionspflegeordnungen der NVA präzisiert. So ging man u.a. bald von der ursprünglichen Praxis ab, Traditionsnamen an Kasernen zu verleihen. Insgesamt wurden bis 1987/88 an über 320 Verbände, Truppenteile, Einheiten, Schulen und andere Einrichtungen der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung Traditionsnamen verliehen.
 

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Strukturschema eines NVA-Raketenregiments